Dieses sehr beliebte Tasteninstrument kann musikalisch sehr vielseitig eingesetzt werden. Die Technik ist erst ca. 400 Jahre alt, als es erstmals gelang die Tonerzeugung durch den Anschlag einer Saite mit einem kleinen Hämmerchen über eine Tastenmechanik zu erreichen. Das war die Geburtsstunde des "piano-e-forte", wobei es noch viele Jahre brauchte, bis es sich durchsetzen konnte. Bach beurteilte es noch als zu schwerfällig und unausgeglichen. Erst Mozart berichtete lobend über seinen ersten Kontakt mit dem Instrument. Jedoch erst weitere hundert Jahre später erreichte man durch den Einbau des Gussrahmens eine bessere Saitenspannung und damit die heute übliche Brillanz des Klanges.

Alter

Das übliche Einstiegsalter liegt bei ca. 5 - 7 Jahren. Jedoch ist ein Beginn in jedem späteren Alter auch möglich.

Voraussetzungen

Freude am Musizieren und Zeit um sich täglich(!) dem Klavier zu widmen. Manuelle Geschicklichkeit und Feinmotorik. Man braucht neben den Finger auch die Arme und den ganzen Körper. Es ist wichtig, zuzuhören wie das Klavier klingt. Notenkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Anschaffungskosten

Einfache Klaviere sind ab ca. 500 € erhältlich, ein gutes Elektronisches Klavier kostet um 2.000 €. Mietkauf ist bei manchen Händlern möglich. Eine vorherige Beratung durch die Fachlehrerin wird empfohlen.

Unterrichtsform, -ziele und – inhalte

Klavier wird ausschließlich als Einzelunterricht angeboten.

Ausgehend vom jeweiligen Schüler steht das Erlernen des Instruments im Vordergrund. Dies beinhaltet sowohl instrumentalspezifische, allgemeinmusikalische, als auch kognitive Arbeitsfelder. Die Lieder, Klavierschulen und Stücke werden dem Alter, Interesse und der Begabung des Schüler entsprechend ausgewählt, um die Freude am Lernen des Klavierspiels zu fördern. Die stilistische Palette reicht dabei vom Kinder- und Volkslied über sämtliche Musikepochen bis zu Klavierstücken des Pop-Rock-Jazz-Bereiches.

Ziel des Unterrichts ist auf jeder Stufe die Befähigung zum selbständigen Spielen alleine oder auch zusammen mit anderen Instrumentalisten. Im Mittelpunkt steht dabei die Freude am Musizieren. Nicht nur das Klavierspiel wird geübt, sondern auch notwendige musiktheoretische Kenntnisse vermittelt. Dazu gehören z. B. auch elementare Gehörübungen.

Übungsaufwand

Das tägliche Üben ist unbedingt erforderlich. Wenig Zeit bringt auch wenig. Wie viel Zeit aufgewendet werden muss, ist individuell gemeinsam mit dem Lehrer zu entscheiden. Dies hängt auch vom Alter und von den Stücken ab.

Einsatzmöglichkeiten

Zunächst Soloinstrument, später Begleitung anderer Instrumentalisten, Kammermusik, Jazz, Big Band, wichtig als Basisinstrument für Musiktheorie/Harmonielehre.

Lehrer

Olga Kigel